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Corona-Bestimmungen in Gemeinden

Quelle: EKHN

+++ Stand 27.03.2020 +++

Siehe auch Regelungen und Empfehlungen:

Gottesdienst und Öffnung von Kirchen

In den gemeinsamen Leitlinien von Bund und Ländern zum Kampf gegen die Corona-Epidemie werden auch Zusammenkünfte in Kirchen verboten. Das bedeutet, dass bis auf weiteres keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden dürfen. Es ist davon auszugehen, dass dies – auch weit über Ostern hinaus – so sein wird.

Gegenwärtig ist das stille Gebet einzelner Menschen in Kirchen noch möglich. Dabei wird vorausgesetzt, dass Vorsichtsmaßnahmen wie der Abstand zu anderen Einzelnen strengstens eingehalten werden.  Wir bitten, die von Bund und Ländern verabschiedeten Leitlinien zu beachten, die besagen, dass in der Öffentlichkeit zu anderen Personen ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten ist. Wir empfehlen, diese Information am Eingang zur Kirche bekannt zu machen und darauf hinzuweisen, dass sich nur einzelne Personen im Kirchenschiff aufhalten dürfen.

Taufen, Konfirmationen und Trauungen

Taufen, Konfirmationen und Trauungen können in öffentlichen Gottesdiensten zurzeit nicht stattfinden. Es wird dringend empfohlen alle Feiern - auch Konfirmationen - auf die Zeit nach den Sommerferien zu verschieben. Die Kirchenleitung weist darauf hin, dass in besonderen Situationen Nottaufen im häuslichen Rahmen möglich sind.

Bestattungen (Land Hessen):

Die hessische Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte vom 22. März regelt in §1, Absatz 4  Ausnahmen bei Beerdigungen wie folgt: „Aufenthalte im öffentlichen Raum sind nur alleine, mit einer weiteren nicht im eigenen Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Bei Begegnungen mit anderen Personen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. (…) Die zuständigen Behörden können Ausnahmen für Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen zulassen. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Institus zur Hygiene sind bei jeglichen Zusammentreffen zu beachten.“

Das heißt konkret: Der Bestatter oder die Bestatterin und – wenn nicht anders möglich – die Kirchengemeinde sollte sich bei der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister vor Ort bzw. mit der Stadtverwaltung und / oder Friedhofsverwaltung informieren, ob und in welcher Höhe die Personenzahl überschritten werden darf.

(LINK > Hessen: Verordnung zur Beschränkung sozialer Kontakte und zur Anpassung von Verordnungen zur Bekämpfung des Coronavirus vom 22. März 2020) 

 

(Quelle für den nächsten Abschnitt: Verordnung Landkreis Gießen, Stand 13. Woche, zunächst gültig bis 19. April 2020)

Trauerfeiern:

"a) Es ist dem engsten Familienkreis die Teilnahme an Bestattungen und Trauerfeierlichkeiten erlaubt. An Bestattungen und Trauerfeierlichkeiten dürfen lediglich die Ehepartner, Lebenspartner oder sonstige Lebensgefährten sowie die Verwandten des/der Verstorbenen bis zum 2. Grade teilnehmen. Die Anzahl der Familienangehörigen ist auf 15 Personen zu begrenzen.

b) Die Bestattungen und Trauerfeierlichkeiten müssen unter freiem Himmel stattfinden, und es sind die Namen, Anschriften und Telefonnummern aller Anwesenden schriftlich zu erfassen. Die Auflistung ist mindestens drei Wochen aufzubewahren. Die Anwesenden müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten.

c) Es ist sicherzustellen, dass keine Person an den Bestattungen und Trauerfeierlichkeiten teilnimmt, die an einer Erkrankung mit akuten respiratorischen Symptomen leidet.

d) Alle vorstehenden Maßnahmen sind durch den Bestatter/die Bestatterin sicherzustellen.

Die Regelungen unter Nr. 1 und Nr. 2 stehen unter dem Vorbehalt, dass aufgrund der allgemeinen gesundheitlichen Entwicklung unter Einbeziehung der Vorgaben der übergeordneten Gesundheitsbehörden und des Robert Koch-Institutes aus zwingenden Gründen weitere Auflagen/Bedingungen aufgrund einer aktualisierten Risikobewertung zu stellen sind.

Gemeindeseelsorge (Regelung EKHN)

Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen kann und soll weiterhin stattfinden. Grundsätzlich sollte das Telefon genutzt  und wenn möglich und gewollt auch digitale Kommunikation in Form von Messenger-Diensten oder Videogesprächen zum Einsatz kommen.

Telefonische Sprechzeiten von Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrern und anderen Mitarbeitenden in der Seelsorge können ausgeweitet werden. Damit kann signalisiert werden, dass Mitarbeitenden in der Seelsorge auch weiter ansprechbar und erreichbar sind.

Hausbesuche sollten aktuell nach Möglichkeit vermieden werden und durch Telefonate oder digitale Angebote ersetzt werden.

Bei unvermeidlichen Hausbesuchen soll auf die bereits bestehenden Vorsorgemaßnahmen die zur Vermeidung von Ansteckung derzeit im Kontakt mit anderen Personen gelten, zum Schutz aller unbedingt geachtet werden.

Geburtstagsbesuche sollten unter derzeit vermieden werden. Auch hier empfiehlt sich ein telefonischer Kontakt oder das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt.

Hausabendmahls-Feiern sollten zum Schutz aller eingestellt werden.

Sterbende Menschen, die eine seelsorgliche Begleitung wünschen, sollten nach Möglichkeit besucht werden. Die Schutzvorkehrungen sind dabei unbedingt zu beachten.

Menschen, die an einer Corona-Infektion gestorben sind, sind zu beerdigen. Bestatter*innen kennen die besonderen Vorsichtsmaßnahmen.

Auf Aussegnungen sollte gegenwärtig verzichtet werden.

Beerdigungsgespräche sollten möglichst per Telefon oder digitaler Kommunikation stattfinden.

Für alte und kranke Menschen ist zu prüfen, ob in der Kirchengemeinde eine „Einkaufshilfe“ angeboten werden kann. Das ist eine Form „diakonischer Seelsorge“ im Sinne einer Nachbarschaftshilfe.

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