Ein Korn fällt in die Erde – und trägt Frucht

Familiengottesdienst am 8. März 2026 – Thema: Das Weizenkorn (Joh 12,24)

„Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.“  

Johannes 12,24

Ein unscheinbares Samenkorn birgt das ganze Geheimnis von Leben, Tod und Neubeginn. Genau dieses Bild aus dem Johannesevangelium stand im Mittelpunkt unseres Familiengottesdienstes am zweiten Märzsonntag. Jung und Alt feierten zusammen – und ließen den Gottesdienst buchstäblich „aus der Erde wachsen“.

Der Kinderchor Obbornhofen unter Leitung von Jennifer Roth eröffnete mit einem schwungvollen Frühlingsmedley und dem Mitmachlied „Vom Anfang bis zum Ende hält Gott seine Hände“. Schnell waren alle dabei: Hände klatschten, Arme wedelten, Herzen öffneten sich.

Pfarrer Martin Möller begann mit einer einfachen Frage: „Wer hat schon einmal ein Samenkorn in die Erde gesteckt und gewartet?“ Von dort entfaltete er das Jesuswort: Das Korn muss loslassen, „sterben“, um Frucht zu bringen – ein Bild für Jesu Weg, aber auch für unsere Abschiede, Verluste und stillen Verwandlungen, aus denen Neues entsteht.

Die Kinderkirche Trais-Horloff hatte in den Wochen davor echte Weizenkörner eingepflanzt und täglich beobachtet. Mit strahlenden Gesichtern präsentierten die Kinder ihre grünen Töpfe – sichtbare Zeichen dessen, was im Verborgenen geschieht.

Alle Kinder (und viele Erwachsene) spielten anschließend die Geschichte nach: sich klein machen wie ein Korn, langsam wachsen, schließlich die Arme weit ausbreiten wie eine reife Ähre. Dieser kleine Moment berührte und verband Generationen spürbar.

Der Kinderchor, Johanna Launspach an Orgel und Querflöte sowie Chiffontücher, die beim Lied „Das Weizenkorn, so klein und fein“ durch die Luft wirbelten, schufen eine berührende Atmosphäre des Werdens und Wachsens.

In den Fürbitten wurde für alle gebetet, die säen ohne Ernte zu sehen, die in dunkler Erde liegen und kein Licht spüren, für neugierige Kinder, trauernde Angehörige eines Verstorbenen aus unserer Gemeinde und für Menschen in Krieg und Not. „Auch dieses Korn ist nicht verloren – sondern in deinen Händen“, so schloss das Gebet.

Es war ein Gottesdienst voller Leben, Fragen, Freude und Vertrauen – nachdenklich und zugleich herzerwärmend.

Herzlichen Dank an  

- den Kinderchor Obbornhofen mit Jennifer Roth  

- die Kinderkirche Trais-Horloff  

- Johanna Launspach (Orgel & Querflöte)  

- und alle großen und kleinen Mitfeiernden, die mitgesungen, mitgespielt und mitgeglaubt haben!

Pfarrer Martin Möller

Martin Moeller
Martin Moeller
Martin Moeller

Ein Hauch von Nigeria in Wohnbach: Frauen feiern gemeinsam den Weltgebetstag

WOHNBACH – Am ersten Freitag im März verwandelte sich der Wohnbacher Gemeindesaal in einen Ort der interkulturellen Begegnung. Wie bereits seit vielen Jahren Tradition, versammelten sich zahlreiche Teilnehmerinnen, um den Weltgebetstag der Frauen zu begehen – dieses Mal unter dem Fokus Nigerias.

Der Abend startete mit einem informativen Teil, der das alltägliche Leben der Frauen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas beleuchtete. Dabei wurden sowohl die Herausforderungen als auch die Stärke und Zuversicht der Nigerianerinnen thematisiert.

Im Zentrum der Veranstaltung stand der von nigerianischen Frauen vorbereitete Gottesdienst. Ein besonderes Highlight waren dabei die integrierten Rollenspiele: In kurzen, eindringlichen Szenen verdeutlichten die Akteurinnen die Lebenssituation vor Ort und machten die christliche Botschaft der diesjährigen Liturgie greifbar.

Nach dem spirituellen Teil luden die Organisatorinnen zu einer kulinarischen Entdeckungsreise ein. Bei einer Auswahl an typisch nigerianischen Gerichten konnten die Besucherinnen den Abend gemeinsam ausklingen lassen und die Eindrücke des Tages im Gespräch vertiefen.

Der Weltgebetstag in Wohnbach hat einmal mehr gezeigt, wie Glaube über Ländergrenzen hinweg verbindet und den Blick für die Eine Welt schärft.

Christiane Kammer
Christiane Kammer
Christiane Kammer
Christiane Kammer
Susanne Adelmann-Falkner
Susanne Adelmann-Falkner
Susanne Adelmann-Falkner
Susanne Adelmann-Falkner